Welt aus Papier?

*Preenaction* Gesellschaftsspiele sind in der Regel, soweit ihr Gegenstand es nicht zwingend anders erfordert, analoge – also aus Brett- und Kartenspielelementen bestehende – Spiele. Für die Prototypenentwicklung benötigen wir meistens nicht mehr als handelsübliche Büromaterialen und -utensilien. Durch die einfache Adaptierbarkeit der Entwürfe wird es möglich, Kreation und Testspiel in iterativen Prozessen zu kombinieren.

Preenaction als eine “Papiermethode” zu denken, hat jedoch vor allem konzeptionelle Gründe. Zum einen zwingt die Begrenzung der Mittel auf an einem konkreten Ort physisch verfügbare Elemente zur Komplexitätsreduktion und zur kreativen Übersetzung. In den meisten Fällen ist es ohnehin weder sinnvoll noch möglich, Systeme realitätsgetreu abbilden zu wollen ������������������������������� kein einziges Experiment kann ohne Selektionen, Reduktionen und Kontextverschiebungen anhand von artifiziellen Modellen stattfinden. Doch Modelle “verkürzen” nicht nur, sondern sie bilden erst die Grundlage, Verborgenes und Neues sichtbar zu machen. Der Akt der kreativen ������������bersetzung komp