Disruptive Spiele

In dieser Spielform führen wir mögliche disruptive Features (also Features, die eine signifikante Veränderung des Verhaltens von Individuen und die Ausbildung veränderter sozialer Dynamiken vermuten lassen) in schon bestehende Handlungskontexte ein. Die Variation wird als Eingriff in ein soziales Teilsystem  modelliert und in einem weitestgehend geskripteten Spiel getestet. Forschungsziel ist die Antizipation möglicher Auswirkungen auf das Verhalten der Spieler und daraus ableitbare Wirkungszusammenhänge.

Die eingenommene Beobachtungspersoektive ist: Ein System verändert sich –> Welches Verhalten wird sichtbar und/oder wie verändert es sich?

Das Projekt SQS zeigt einen ersten Prototyp für disruptive Spiele. Als zentrales disruptives Feature nehmen wir “Frictionless Quantification” an, das Referenzsystem bilden soziale Netzwerke, wie wir sie heute durch Facebook, Google+ und Co. kennen. Durch das neu eingeführte Feature ist es nicht mehr möglich, digitale Profile selbst zu gestalten  – sie werden ausschließlich auf der Basis getrackter Nutzerdaten automatisch generiert. Wir greifen damit Trends wie die Quantify Yourself Bewegung und Frictionless Sharing auf und extrapolieren, was passieren könnte, wenn diese verschmelzen und zur technischen und sozialen Norm würden.

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