Alternativen entwerfen

Unser Vorstellungsvermögen von alternativen Lebens- und Gesellschaftsentwürfen ist begrenzt und in vielerlei Hinsicht an schon gemachte oder medial vermittelte Wirklichkeitsbilder gebunden. Viele Ideen lassen sich außerdem schwer darstellen, vermitteln und diskutieren, weil sie zu gewagt oder zu abstrakt sind, auf Vorurteile stoßen oder in ihren konkreten Wirkungsdimensionen nicht durch ein gesichertes methodisches Verfahren beschrieben werden können.

Der Entwurf eines Spiels lädt hingegen bewusst dazu ein, die Fantasie spielen zu lassen, sich über Wahrscheinliches und Mögliches hinwegzusetzen und neue Formen der Auseinandersetzung mit Regeln, Artefakten, Rollen, Beziehungen, Problemstellungen und Zielformulierungen anzustoßen. Im Rahmen von Workshops können Alternativen entworfen und so in spielbare interaktive Darstellungsformen übersetzt werden, dass sie erstmalig oder auf neue Weise vorstellbar, erlebbar und diskutierbar werden.

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